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Mittwoch, 26. Oktober 2011

Umfrage: Jeder zweite Deutsche hält BU-Schutz für verzichtbar


Fast jeder zweite Deutsche glaubt, sich gegen Berufsunfähigkeit (BU) nicht versichern zu müssen. Begründung: Das persönliche Risiko, nach einem Unfall oder einer schweren Erkrankung nicht mehr arbeiten zu können, sei viel zu gering, so eine aktuelle Umfrage.
Gut jeder fünfte Bundesbürger ist sich sogar absolut sicher, auf gar keinen Fall eine Berufsunfähigkeitsversicherung zu benötigen. So das Ergebnis der repräsentativen Befragung durch das IMWF Institut für Management- und Wirtschaftsforschung unter 1.014 Deutschen im Auftrag des Direktversicherers Hannoverschen.
Da die statistische Wahrscheinlichkeit, berufsunfähig zu werden, hierzulande bei 20 bis 25 Prozent liegt, geht somit knapp jeder zweite Deutsche eine riskante Wette ein, so die Hannoversche.
Die Risikoabschätzung der Bundesbürger werde dabei stark durch schlichte Unwissenheit verzerrt. So ergibt die Studie, dass mehr als die Hälfte der Deutschen davon ausgeht, dass die staatliche Erwerbsminderungsrente 40 Prozent oder mehr ihres letzten Bruttogehalts betragen würde.
Tatsächlich liegt die volle Erwerbsminderungsrente im Schnitt bei nur 30 bis 34 Prozent des bisherigen Bruttogehalts. Eine wesentliche Bedingung ist dabei, dass nicht mehr als drei Stunden pro Tag gearbeitet werden kann.
Bei der teilweisen Erwerbsminderungsrente fällt das Anspruchsniveau halb so gering aus (derzeit rund 17 Prozent). Hier liegen die Voraussetzungen vor, wenn täglich zwischen drei und sechs Stunden Arbeit zumutbar sind. (lk)
Quelle: Cash. & OnVista   

Goldene Altersarmut


Jeder fünfte Berufstätige im Alter ab 50 Jahre geht davon aus, dass er im Alter seinen Lebensunterhalt nicht aus eigenen Mitteln bestreiten kann. Das ist das schlechteste Ergebnis, dass in der jährlich vom Institut für Demoskopie Allensbach seit 2003 im Auftrag der Postbank durchgeführten Studie „Altervorsorge in Deutschland“ zutage gefördert wurde. Ein weiterer Negativrekord wurde bei der Sparbereitschaft ermittelt. Nur noch die Hälfte der jungen Berufstätigen unter 30 Jahren plant noch einen Ausbau der privaten Altersvorsorge. Vor dem bisherigen Höhepunkt der Finanzkrise im Jahr 2008 waren es noch 65 Prozent. Ein Viertel der jungen Berufstätigen bestätigt ausdrücklich, nicht weiter vorsorgen zu wollen, doppelt so viele wie noch im vergangenen Jahr – ein weiterer Tiefpunkt in der bisherigen Postbankstudienchronik.

Unter denjenigen, die die Vorsorge ausbauen wollen, steht das Eigenheim ganz oben in der Gunst. Mit 85 Prozent Zustimmung hat das Wohneigentum einen Rekordwert erreicht. Das ist verständlich und kommt den Bausparkassen sowie Baufinanzierern zugute, muss aber dennoch zu Denken geben. Denn bekanntlich träumen die Sparer zwar von eigenen vier Wänden, die meisten bleiben jedoch ein Leben lang Mieter. Außerdem ist die Förderung des Wohneigentums immer noch weithin unbekannt. Vier von zehn Befragten hörten in der Postbank-Umfrage zum ersten Mal von Wohn-Riester.

Wenn tatsächlich gespart wird, dann auch noch überwiegend falsch. 13 Prozent der Sparer, die ihre Vorsorge ausbauen möchten, plant den Kauf von Gold. Das sind mehr als Interessenten für eine Riester-Rente (zwölf Prozent). Gold gilt bei 39 Prozent der Sparer als „besonders sicher“, die Riester-Rente kommt nur auf 21 Prozent.

Das Münchener Edelmetallunternehmen pro aurum hat die Goldleidenschaft der Deutschen vom Umfrageinstitut forsa genauer untersuchen lassen (siehe Tabelle). Danach rangiert Gold in den Gewinnerwartungen der Anleger vor Festgeld, Fondanteilen, Aktien und Anleihen. 34 Prozent der Bürger würden sich heute für eine Goldanlage entscheiden, weil sie vermuten, dass das Edelmetall nach mindestens drei Jahren den meisten Gewinn bringt. Und nicht in Form von Fonds oder Minenaktien will das Volk in Gold investieren, sondern in Gestalt von Barren und Münzen. Pro aurum-Geschäftsführer Robert Hartmann registriert eine Verbreiterung der Kundenbasis. Nicht mehr nur Gutsituierte kaufen heute Gold, sondern auch Auszubildende, Studenten und junge Familien mit Kindern. Seit Anfang des Jahres konnte pro aurum die Umsätze um 45 Prozent steigern.

Davon, dass Gold keine Zinsen abwirft, eine hoch spekulative Anlage ist und meisten auch noch Geld für die sichere Verwahrung kostet, scheinen die meisten noch nicht gehört zu haben. Wenn die Goldblase eines Tages platzt, dürfte die Altersarmut in Deutschland einen weiteren Schub erfahren.

Lichtblick Betriebsrente

Postbank-Retailvorstand Michael Meyer kommentierte das ernüchternde Ergebnis der Allenbach-Umfrage so: „Die brisante Entwicklung verläuft parallel zur Verschuldungssituation in Europa. So sorgt sich aufgrund der hohen Verschuldung vieler EU-Staaten und der Krise des Euro fast jeder zweite Deutsche um seine Altervorsorge“. Die Postbankstudie gilt als das wichtigste und aussagekräftigste Barometer der Vorsorgebranche. Das diesjährige Ergebnis ist alarmierend und besagt vor allem eines: Die Vorsorgebranche erreicht die Kunden nicht nur nicht, sondern sie versagt in der Krise weitgehend.

Einen Hoffnungsschimmer gibt es immerhin: Die betriebliche Altersvorsorge (bAV). Als „Ideale Form der Alterssicherung“ wird sie aktuell von jedem Zweiten (48 Prozent) genannt. Glatt verdoppelt hat sich gegenüber dem Vorjahr auch die Zahl derer, die hierin jetzt vermehrt investieren wollen. Michael Meyer zieht aus der Postbank-Studie zur „Altersvorsorge in Deutschland 2011/2012“ folgende Schlüsse:

Angebote zur privaten Altersvorsorge müssen
stärker motivieren!
„Das Vorziehen staatlicher Förderung, etwa als attraktive „Sofort-Prämien“ bei Riester-Produkten gleich zu Beginn der Vertragslaufzeit, könnte verstärkte Anreize schaffen, insbesondere für berufstätige Frauen mit niedrigeren Einkommen, wo die Vorsorgeanstrengungen noch zu gering sind.“
Angebote zur betrieblichen Altersvorsorge ausweiten!
„Vermehrte Beratung in den Unternehmen aber auch eine breitere Palette von Angeboten sind hier erforderlich, die etwa auf unterschiedliche Einkommens- und Familiensituationen individueller eingehen.“
Die positive Stimmung zum Immobilienerwerb nutzen!
„Das Förderangebot des Wohn-Riesters ist kompliziert. Eine einfachere und schneller fühlbare Förderung könnte wie beim Ur-Produkt Riester-Rente hier deutlich höhere Nutzungszahlen bewirken.“
•hp
Hans Pfeifer
VI-Report 34/2011, 25.10.2011

Donnerstag, 18. August 2011

Versicherer setzen im Vertrieb stärker auf Makler

Quelle: portfolio international update 18.08.2011/kmo
HAMBURG – Die deutschen Versicherer verstärken die Zusammenarbeit mit Maklern. 91 Prozent der Personenversicherer sowie 83 Prozent der Schadenversicherer planen, ihre Maklerkooperationen bis 2014 auszubauen. Im Gegenzug verlieren die Strukturvertriebe als Partner für die Assekuranz weiter an Boden. Nur 36 Prozent der Versicherer wollen entsprechende Vertriebskooperationen mittelfristig forcieren. Vor drei Jahren lag die Bereitschaft noch bei 47 Prozent. Auf diese Entwicklungen verweist der aktuelle „Branchenkompass 2011 Versicherungen“ von Steria Mummert Consulting in Zusammenarbeit mit dem F.A.Z.-Institut.

Als größter Wachstumstreiber für Maklerkooperationen erweist sich die Einschätzung vieler Versicherer, dass sich deren Vertriebsmodell am ehesten mit dem Trend zu einer unabhängigen, allein dem Kunden verpflichteten Beratung verbinden lässt. Damit profitieren die Makler von den Schwächen anderer Vertriebspartner. So hatten vor allem die pyramidal aufgebauten Strukturvertriebe in den vergangenen Jahren mit imagebedingten Absatzproblemen zu kämpfen.

Neben Maklern setzen die Versicherer zudem verstärkt auf Kooperationsmöglichkeiten mit Wettbewerbern aus der eigenen Branche. So stieg das Interesse an Vertriebspartnerschaften mit anderen Versicherern im Vergleich zu 2008 um fünf Prozentpunkte auf 71 Prozent. Vor allem Industrieversicherer haben ein überdurchschnittlich großes Interesse (74 Prozent) an diesen Partnerschaften. Ziel ist, wachsende Schadenrisiken auf mehrere Schultern zu verteilen.

Banken und Kapitalanlagegesellschaften müssen dagegen mit einer abnehmenden Kooperationsbereitschaft auf Seiten der Versicherer rechnen. Allerdings stellen Banken für Lebens- und Krankenversicherungen nach wie vor einen wichtigen Vertriebskanal dar. Anders sieht es mit der Relevanz der Kreditinstitute für die Schadenversicherer aus, die sich lieber auf Makler stützen. Ein ähnlich zweigeteiltes Bild zeigt sich im Hinblick auf den Vertrieb über Kapitalanlagegesellschaften. Bei den meisten Versicherern plant jeweils nur eine Minderheit Kooperationen mit Kapitalanlagegesellschaften. Eine Ausnahme bilden hier nur die Personenversicherer.

Studie: Deutsche Versicherer starten Qualitätsoffensive bei Beratung

17.08.2011 Quelle: FONDS professionell
Deutsche Versicherungsunternehmen wollen kräftig in die Beratung investieren, um deren Qualität weiter zu verbessern. Zu diesem Ergebnis kommt der aktuelle „Vertriebsmonitor für die Assekuranz 2011“, der vom Institut für Versicherungswirtschaft der Universität St. Gallen und vom Deutscher Ring Krankenversicherungsverein a.G. erstellt wurde.

Damit reagieren die deutschen Versicherer auf den gestiegenen Informationsbedarf ihrer Kunden. Denn drei von vier Kunden erwarten vor Vertragsabschluss eine qualifizierte persönliche Beratung. Zu den kaufentscheidenden Kriterien zählt dabei auch die Kompetenz bei der Empfehlung passgenauer Produkte oder Tarife.

Größere Investments in Mitarbeiterschulungen

Dieser Trend setzt sich auf den deutschsprachigen Nachbarmärkten Österreich und Schweiz fort. Rund zwei Drittel der Branchenentscheider planen – entsprechend der Kundenansprüche – deshalb auch ihre Budgets für Mitarbeiterschulungen zu erhöhen, was die Studie ebenfalls zeigte.

Neukundengewinnung hat oftmals Priorität

Mit dem Ausbau der hauseigenen Beratungskompetenz wollen die Versicherer vor allem im Neukundengeschäft punkten. 43 Prozent der Entscheider zählen die Neukundengewinnung zu den wichtigsten Herausforderungen in diesem Jahr. Speziell auf dem deutschen Markt steht das Erreichen dieses Ziels mit einer Zustimmung von rund 55 Prozent auf der Liste der dringlichsten Aufgaben ganz oben.
Insgesamt hat die Neukundenakquise damit einen ähnlichen Stellenwert wie die Pflege der Bestandskunden erreicht. Vor diesem Hintergrund passen die Versicherungen auch ihre Maßstäbe bei Neueinstellungen an. 60 Prozent der Unternehmen gehen davon aus, den Aufwand bei der Rekrutierung qualifizierter Mitarbeiter erhöhen zu müssen.

Vertriebserfolge durch individuell zugeschnittene Produkte
Die geplanten Verbesserungen bei der Beratungsqualität wollen die Anbieter auch mit Blick auf ihre künftigen Vertriebsstrategien forcieren. Nach Ansicht von mehr als drei Viertel der Versicherungsstrategen sollte die Branche vermehrt auf spezielle Produkte setzen, die den individuellen Bedürfnissen der Kunden entsprechen. Die Sparten Leben und Nichtleben bieten dabei das größte Potenzial. So gibt nur jeweils ein Drittel der Vertriebsprofis an, dass Kunden in diesen Bereichen bewährte Lösungen nachfragen. Bei Krankenversicherungen liegt dieser Wert dagegen bei 50 Prozent.

Darüber hinaus bietet die Aufwertung der Beratung den Unternehmen die Chance, ihre Kunden über Innovationserfolge im Produktportfolio zu informieren. Externe Experten loben die Branche insbesondere für Fortschritte beim Pricing und in der Produktqualität.

Hintergrundinfos zur Studie
Für den „Vertriebsmonitor für die Assekuranz 2011“ wurden im März 2011 insgesamt 300 Fach- und Führungskräfte im Innen- und Außendienst aus der deutschsprachigen Assekuranz befragt. Die Erhebung wurde vom Deutscher Ring Krankenversicherungsverein a.G. in Zusammenarbeit mit dem Institut für Versicherungswirtschaft der Universität St. Gallen durchgeführt. (ir)

Dienstag, 1. Juni 2010

Atlanticlux – seit vielen Jahren Partner des Vertriebs

Da sich noch nicht so viel tut, wollen wir das Thema etwas öffnen und wollen wissen, wer denn schon mal mit Vermittler der FWU oder Atlanticlux Erfahrungen gemacht hat. Außerdem finden wir es spannend Eure Idee zu hören über die richtige Altersvorsorge.