Die
Ergebnisse dieser Zusammenkunft waren jedoch dürftig und stießen auf ein sehr
geteiltes Echo, zumal den insbesondere von den Krisenstaaten herbeigesehnten
Euro-Bonds eine klare Absage erteilt worden war.
Zeitgleich
zum Treffen von Merkel und Sarkozy erschütterten unerwartet schlechte
Konjunk-turdaten aus Deutschland und Frankreich die Märkte. Nach einem
bemerkenswerten ersten Quartal, in dem die deutsche Wirtschaft quasi vor Kraft
strotzte, stagnierte das Wachstum im zweiten Quartal nahezu. Mit einer gewissen
Abkühlung hatte man gerechnet, nicht jedoch mit einer derartigen Vollbremsung.
Nichtsdestotrotz ist laut Experten in Deutschland nicht mit einer Rezession zu
rechnen, vielmehr kehre die deutsche Wirtschaft nach dem überdurchschnittlichen
Wachstum im Anschluss an die während der Finanzkrise erlittenen Rückschläge nun
in normales Fahrwasser zurück. Anleger hielt dies jedoch nicht davon ab, ihre
Nervosität erneut in massiven Aktienverkäufen auszudrücken.
Die
nächsten schlechten Nachrichten kamen am Donnerstag aus den USA, wo für Juli
eine Inflationsrate von 3,6% verzeichnet wird. Angesichts dieser Zahl wird es
sich die US-Notenbank nochmals gut überlegen müssen, ob sie die Finanzmärkte
erneut mit Liquidität fluten kann, um die schwächelnde Wirtschaft zu
unterstützen. Tut sie es, riskiert sie eigentlich inakzeptable Inflationsraten,
tut sie es nicht, droht die US-Wirtschaft in eine erneute Rezession
abzurutschen.
Neben
den Industrienationen sind zunehmend auch Schwellenländer von sinkenden
Wachs-tumsraten betroffen. Zwar liegen sie hier noch vergleichsweise deutlich
im Plus – in China bspw. wird über 7 bis 9% spekuliert, nach 10,9% im letzten
Jahr – dennoch würde die Wirtschaft der exportorientierten Industrienationen,
wie Deutschland, von einer Abkühlung in den Schwellenländern empfindlich
getroffen.
Nachdem
das Treffen von Merkel und Sarkozy keine brauchbaren Rettungsanker erkennen
ließ, regiert seit dem 16. August an den Märkten weltweit wieder die Angst.
Besonders schwer getroffen ist abermals der DAX. Eine erneute Verkaufswelle
hatte ihren Höhepunkt am Donnerstag, dem 18. August. Aufwärts geht es hingegen
im VDAX, dem Volatilitätsindex des DAX, der auch als „Angstbarometer“
bezeichnet wird. Während der ersten beiden Augustwochen war der VDAX auf über
54 Punkte hochgeschnellt, seinem höchsten Wert seit der Finanzkrise 2008, fiel
dann wieder auf 33 zurück und lag zum Wochenschluss bei 46. Zum Vergleich ist
anzumerken, dass der V-DAX nach der Lehman Pleite 2008 zeitweise bei 80 Zählern
stand.
Performance
ausgewählter Indizes am 19. August (in EUR)
Index
|
9.
bis 19. August
|
1.
bis 19. August
|
seit
Jahresbeginn
|
Euro
Stoxx 50
|
-5,55%
|
-19,05%
|
-19,84%
|
DAX
30
|
-7,48%
|
-23,45%
|
-20,74%
|
CAC
40
|
-3,44%
|
-17,81%
|
-18,16%
|
FTSE
100
|
-0,39%
|
-12,12%
|
-13,29%
|
Nikkei
|
-3,85%
|
-10,53%
|
-15,11%
|
S&P
500
|
-0,79%
|
-13,01%
|
-16,03%
|
DJ
Industrial
|
-0,96%
|
-10,74%
|
-11,77%
|
MSCI
World
|
-1,70%
|
-13,64%
|
-17,74%
|
DJ
Sustainable
|
-2,25%
|
-13,90%
|
-16,68%
|
MSCI
Emerging Markets
|
-3,12%
|
-14,63%
|
-20,32%
|
NASDAQ
|
-1,87%
|
-15,05%
|
-17,57%
|
Vor diesem Hintergrund haben sich unsere Anlagestrategien
weiterhin relativ gut gehalten.
Performance
|
Globale
Chancen ALT
|
Ethisches
Investment ALT
|
Globale
Chancen NEU
|
Ethisches
Investment NEU
|
Deutsche
Aktien
|
1.
- 19. August
|
0,54%
|
-1,03%
|
-4,13%
|
-2,77%
|
-10,72%
|
9.
- 19. August
|
1,55%
|
-0,06%
|
0,61%
|
1,60%
|
-3,51%
|
seit
Jahresbeginn
|
-7,24%
|
-10,21%
|
-5,83%
|
-7,98%
|
-14,18%
|
Die
meisten Marktbeobachter schätzen die derzeitigen Abverkäufe im DAX als völlig
über-trieben ein. Da der DAX sich nach der Finanzkrise überdurchschnittlich gut
entwickelt habe, würde er nun auch überdurchschnittlich schwer abgestraft.
Insgesamt sei die Konjunktur-lage jedoch gut. Die Unternehmen rechnen mit
passablen Gewinnen und die EZB sieht die Konjunktur der Eurozone weiterhin auf
Expansionskurs, wenn die Prognosen im Vergleich zu denen am Jahresbeginn auch
nach unten korrigiert werden mussten.
Wir
gehen davon aus, dass die Turbulenzen an den Börsen weiterhin anhalten werden,
rechnen jedoch nicht auf Dauer mit der extremen Volatilität der letzten drei
Wochen. In Anbetracht der fehlenden Anlagealternativen zu Aktien werden Anleger
wieder an die Aktienmärkte zurückkehren.
Angesichts
der günstigen Einstiegsniveaus haben wir unsere Aktienquote wieder leicht
erhöht und einen Teil der Liquidität in Fonds mit erstklassigen Aktien
unterschiedlicher regionaler Streuung zurückgeführt.
Die
gegenwärtigen Anteilspreise der Strategien gegenüber dem aktuell gesicherten
Anteils-preis stellen sich wie folgt dar:
Globale
Chancen ALT
|
Ethisches
Investment ALT
|
Globale
Chancen NEU
|
Ethisches
Investment NEU
|
Deutsche
Aktien
|
|
Anteilspreis
am 19. August
|
78,54
|
78,13
|
95,89
|
92,37
|
113,39
|
Aktuell
gesicherter Anteilspreis
|
110,00
|
110,00
|
101,938
|
101,575
|
n/a
|
Gerade
in dieser Situation bewährt sich unser System der Gewinnsicherung. Die bisher
erreichten, festgeschriebenen Anteilspreise können zum Laufzeitende nicht
unterschritten werden und gelten für alle bereits erfolgten Einzahlungen wie
auch für die zukünftig noch zu tätigenden Einzahlungen. Die schwachen Börsenkurse
bieten Ihren Kunden demnach eine Chance für einen günstigen Einstieg. Denn auch
für die derzeit monatlich zu einem vergleichsweise niedrigen Anteilspreis
erworbenen Anteile gilt am Laufzeitende der heute festgeschriebene höhere
Anteilspreis.
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